Kompatibilität Fremdspitzen & np GTS Pipetten
Wählen Sie einfach den Hersteller und das Modell/Volumen Ihrer aktuellen Pipetten- oder Filterspitze aus, um sofort die kompatiblen nerbe plus Artikelnummern(mit Artikelbeschreibung und Farbcode) anzuzeigen. Die Ergebnisse sind nach dem Fassungsvolumen gruppiert und führen Sie direkt zur entsprechenden Produktseite.
Darüber hinaus werden Ihnen die korrespondierenden np GreenTips angezeigt, die als perfekt abgestimmte Systemkomponente eine maximale Passgenauigkeit und optimale Performance Ihrer np GTS-Pipette garantieren.
(Icons zur Vergrößerung berühren. Artikel sind klickbar.)
Diese finden Sie direkt in den farblich markierten Kopfzeilen der Ergebnisse. Ein Klick auf die Pipetten-Abbildung führt Sie zu den detaillierten Eigenschaften – für eine optimale Passgenauigkeit und zuverlässige Laborergebnisse.
Die Passgenauigkeiten dieser Tabelle sind Empfehlungen der nerbe plus GmbH & Co. KG.
Die Übertragbarkeit ist daher von Ihnen selbst sehr sorgfältig zu prüfen. Ansprüche aus der Tabelle können nicht abgeleitet werden.
Präzises Pipettieren: Eine Einführung in die Dosiermethodik
Pipettieren ist eine der zentralen und anspruchsvollsten Methoden in jedem Labor, von der medizinischen Diagnostik bis zur biotechnologischen Forschung. Es handelt sich dabei um das exakte Aufnehmen und Dosieren kleinster Flüssigkeitsvolumina (Mikroliterbereich) mithilfe einer Pipette. Die Genauigkeit dieses Schritts ist die Grundvoraussetzung für die Reproduzierbarkeit und Validität aller nachfolgenden Experimente und Analysen.
Einkanal- vs. Mehrkanalpipette
| Merkmal | Einkanalpipette (Single-Channel) | Mehrkanalpipette (Multi-Channel) |
|---|---|---|
| Anzahl Kanäle | Ein Kanal (eine Spitze) | Mehrere Kanäle (meist 8 oder 12 Spitzen) |
| Anwendungsgebiet | Standardmethode für Einzelproben, serielle Messungen, Entnahme aus Flaschen oder unregelmäßig angeordneten Gefäßen. | Hochdurchsatz-Anwendungen, die das Befüllen vieler Wells in Mikroplatten (96er oder 384er Format) erfordern. |
| Arbeitsweise | Seriell: Jede Probe wird einzeln dosiert. | Parallel: Eine ganze Reihe oder Spalte wird gleichzeitig dosiert. |
| Präzision | Bietet in der Regel die höchste mechanische Präzision pro Einzeldosierung. | Sehr gute Präzision, erfordert jedoch eine gleichmäßige und dichte Montage aller Spitzen für zuverlässige Ergebnisse. |
| Effizienz | Geringere Effizienz bei hohem Probenaufkommen. | Hohe Zeitersparnis bei der Arbeit mit Platten. |
| Flexibilität | Hoch: Einstellbar für alle Gefäßtypen (Röhrchen, Flaschen, Platten). | Mittel: Hauptsächlich auf die Rasterung von Mikroplatten ausgelegt. |
Der korrekte Pipettiervorgang (Standard-Methode)
Die Standardmethode ist das Vorwärts-Pipettieren. Eine korrekte Durchführung ist essenziell für die Präzision des abgegebenen Volumens.Phase 1: Vorbereitung
- Volumeneinstellung: Das gewünschte Volumen muss stets langsam und präzise über das Einstellrad eingestellt werden.
- Spitzenmontage: Die Pipettenspitze muss fest und dicht auf den Konus gesetzt werden, um Luftlecks zu vermeiden.
- Vorbefeuchten: Die Spitze sollte 2–3 Mal mit der zu pipettierenden Flüssigkeit vorbefeuchtet werden. Dies befeuchtet die Innenwände der Spitze und verbessert die Genauigkeit, insbesondere bei flüchtigen Lösungsmitteln.
Phase 2: Aufsaugen (Aspiration)
- Erster Stopp: Der Pipettenkolben wird bis zum ersten Druckpunkt heruntergedrückt.
- Eintauchen: Die Spitze wird senkrecht (oder maximal 20° geneigt) nur wenige Millimeter in die Flüssigkeit getaucht.
- Langsame Aspiration: Der Kolben wird langsam und gleichmäßig losgelassen, um die Flüssigkeit aufzusaugen. Ein zu schnelles Loslassen erzeugt Unterdruck und führt zu Blasen oder ungenauer Volumenaufnahme.
Phase 3: Abgeben (Dispensation)
- Zielort: Die Spitze wird an die innere Gefäßwand des Zielgefäßes gehalten.
- Abgabe: Der Kolben wird bis zum ersten Stopp gedrückt, um das definierte Volumen freizusetzen.
- Restentleerung (Blow-Out): Der Kolben wird nun bis zum zweiten Stopp durchgedrückt, um die gesamte in der Spitze verbleibende Restflüssigkeit zu entfernen.
- Entfernen: Der Kolben muss im zweiten Stopp gehalten werden, während die Spitze entlang der Gefäßwand aus der Flüssigkeit gezogen wird.
Phase 4: Abschluss
- Spitzenwechsel: Die Spitze muss umgehend über den Abwurfknopf entsorgt werden, um eine Kreuzkontamination der nächsten Probe zu verhindern.
Qualitative Faktoren für maximale Genauigkeit
Für reproduzierbare Pipettierergebnisse müssen folgende physikalische und technische Aspekte beachtet werden:| Aspekt | Wichtigkeit und Empfehlung |
|---|---|
| Temperaturangleichung | Alle Komponenten (Pipette, Spitzen, Flüssigkeit) sollten idealerweise Raumtemperatur haben. |
| Vertikale Haltung | Beim Ansaugen sollte die Pipette möglichst senkrecht gehalten werden. |
| Tauchtiefe | Die Spitze sollte minimal in die Flüssigkeit eingetaucht werden (weniger als 2 mm). |
| Viskosität | Bei zähflüssigen Medien muss die Aspiration extrem langsam erfolgen. In diesem Fall ist oft das Rückwärts-Pipettieren die Methode der Wahl. |
| Pipettenspitze | Nur hochwertige, kompatible und saubere Spitzen verwenden. Defekte oder nasse Spitzen führen zu Volumenfehlern. |
Häufige Fragen zur Dosiermethodik & Kompatibilität
Beeinflusst die Spitzenkompatibilität die Genauigkeit beim Vorwärts-Pipettieren?
Absolut. Beim Vorwärts-Pipettieren (Standardmethode) ist ein luftdichter Verschluss zwischen Pipettenkonus und Spitze essenziell. Schon minimalste Undichtigkeiten führen zu einem unvollständigen Druckaufbau, wodurch das aspirierte Volumen geringer ausfällt als eingestellt. Unser Check stellt sicher, dass die mechanische Passform diese Fehlerquellen ausschließt.
Wann sollte ich Filterspitzen statt Standard-Pipettenspitzen verwenden?
Filterspitzen sollten immer dann eingesetzt werden, wenn ein Schutz vor Aerosolen und Kreuzkontamination erforderlich ist, beispielsweise in der PCR, Mikrobiologie oder beim Umgang mit radioaktiven Proben. Der integrierte Filter blockiert den Übergang von Flüssigkeiten und Dämpfen in den Pipettenschaft, was die Lebensdauer Ihrer Pipette verlängert.
Welchen Einfluss hat die Temperatur auf das Pipettiervolumen?
Die Temperaturangleichung von Pipette, Spitze und Flüssigkeit ist kritisch. Kalte Flüssigkeiten werden oft in zu hohem Volumen aufgenommen, warme Flüssigkeiten in zu geringem. Wir empfehlen, die Komponenten bei Raumtemperatur zu lagern und die Spitze durch 2- bis 3-maliges Vorbefeuchten an das Medium anzugleichen.
Warum ist eine geringe Aufsteckkraft (Mounting Force) ergonomisch wichtig?
Eine hohe Kompatibilität bedeutet, dass die Spitze bereits bei geringem Druck sicher abdichtet. Dies schont die Dichtungen der Pipette und reduziert die Belastung für das Handgelenk des Anwenders (Prävention von RSI-Syndromen). Unsere GreenTips sind speziell für ein leichtes Aufstecken und Abwerfen an der np GTS Pipette optimiert.
Wie oft sollte die Volumengenauigkeit bei Fremdkombinationen geprüft werden?
Wenn Sie nerbe plus Spitzen auf Fremdpipetten nutzen, empfehlen wir eine regelmäßige gravimetrische Prüfung (Kalibrierung) gemäß ISO 8655. Da sich Pipettenkonusse über die Zeit abnutzen können, stellt eine regelmäßige Überprüfung sicher, dass die angegebene Kompatibilität weiterhin volle Präzision liefert.
Gibt es spezielle Tipps für viskose Flüssigkeiten?
Für hochviskose Medien wie Glycerin oder Öle empfehlen wir neben der Wahl der passenden Spitze vor allem die Methode des Rückwärts-Pipettierens. Hierbei wird ein größeres Volumen angesaugt als abgegeben, um den Kapillareffekt und Wandverluste in der Spitze auszugleichen.
Wählen Sie einfach den Hersteller und das Modell/Volumen Ihrer aktuellen Pipetten- oder Filterspitze aus, um sofort die kompatiblen nerbe plus Artikelnummern(mit Artikelbeschreibung und Farbcode) anzuzeigen. Die Ergebnisse sind nach dem Fassungsvolumen gruppiert und führen Sie direkt zur entsprechenden Produktseite.
Darüber hinaus werden Ihnen die korrespondierenden np GreenTips angezeigt, die als perfekt abgestimmte Systemkomponente eine maximale Passgenauigkeit und optimale Performance Ihrer np GTS-Pipette garantieren.
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Diese finden Sie direkt in den farblich markierten Kopfzeilen der Ergebnisse. Ein Klick auf die Pipetten-Abbildung führt Sie zu den detaillierten Eigenschaften – für eine optimale Passgenauigkeit und zuverlässige Laborergebnisse.
Die Passgenauigkeiten dieser Tabelle sind Empfehlungen der nerbe plus GmbH & Co. KG.
Die Übertragbarkeit ist daher von Ihnen selbst sehr sorgfältig zu prüfen. Ansprüche aus der Tabelle können nicht abgeleitet werden.
Präzises Pipettieren: Eine Einführung in die Dosiermethodik
Pipettieren ist eine der zentralen und anspruchsvollsten Methoden in jedem Labor, von der medizinischen Diagnostik bis zur biotechnologischen Forschung. Es handelt sich dabei um das exakte Aufnehmen und Dosieren kleinster Flüssigkeitsvolumina (Mikroliterbereich) mithilfe einer Pipette. Die Genauigkeit dieses Schritts ist die Grundvoraussetzung für die Reproduzierbarkeit und Validität aller nachfolgenden Experimente und Analysen.
Einkanal- vs. Mehrkanalpipette
| Merkmal | Einkanalpipette (Single-Channel) | Mehrkanalpipette (Multi-Channel) |
|---|---|---|
| Anzahl Kanäle | Ein Kanal (eine Spitze) | Mehrere Kanäle (meist 8 oder 12 Spitzen) |
| Anwendungsgebiet | Standardmethode für Einzelproben, serielle Messungen, Entnahme aus Flaschen oder unregelmäßig angeordneten Gefäßen. | Hochdurchsatz-Anwendungen, die das Befüllen vieler Wells in Mikroplatten (96er oder 384er Format) erfordern. |
| Arbeitsweise | Seriell: Jede Probe wird einzeln dosiert. | Parallel: Eine ganze Reihe oder Spalte wird gleichzeitig dosiert. |
| Präzision | Bietet in der Regel die höchste mechanische Präzision pro Einzeldosierung. | Sehr gute Präzision, erfordert jedoch eine gleichmäßige und dichte Montage aller Spitzen für zuverlässige Ergebnisse. |
| Effizienz | Geringere Effizienz bei hohem Probenaufkommen. | Hohe Zeitersparnis bei der Arbeit mit Platten. |
| Flexibilität | Hoch: Einstellbar für alle Gefäßtypen (Röhrchen, Flaschen, Platten). | Mittel: Hauptsächlich auf die Rasterung von Mikroplatten ausgelegt. |
Der korrekte Pipettiervorgang (Standard-Methode)
Die Standardmethode ist das Vorwärts-Pipettieren. Eine korrekte Durchführung ist essenziell für die Präzision des abgegebenen Volumens.Phase 1: Vorbereitung
- Volumeneinstellung: Das gewünschte Volumen muss stets langsam und präzise über das Einstellrad eingestellt werden.
- Spitzenmontage: Die Pipettenspitze muss fest und dicht auf den Konus gesetzt werden, um Luftlecks zu vermeiden.
- Vorbefeuchten: Die Spitze sollte 2–3 Mal mit der zu pipettierenden Flüssigkeit vorbefeuchtet werden. Dies befeuchtet die Innenwände der Spitze und verbessert die Genauigkeit, insbesondere bei flüchtigen Lösungsmitteln.
Phase 2: Aufsaugen (Aspiration)
- Erster Stopp: Der Pipettenkolben wird bis zum ersten Druckpunkt heruntergedrückt.
- Eintauchen: Die Spitze wird senkrecht (oder maximal 20° geneigt) nur wenige Millimeter in die Flüssigkeit getaucht.
- Langsame Aspiration: Der Kolben wird langsam und gleichmäßig losgelassen, um die Flüssigkeit aufzusaugen. Ein zu schnelles Loslassen erzeugt Unterdruck und führt zu Blasen oder ungenauer Volumenaufnahme.
Phase 3: Abgeben (Dispensation)
- Zielort: Die Spitze wird an die innere Gefäßwand des Zielgefäßes gehalten.
- Abgabe: Der Kolben wird bis zum ersten Stopp gedrückt, um das definierte Volumen freizusetzen.
- Restentleerung (Blow-Out): Der Kolben wird nun bis zum zweiten Stopp durchgedrückt, um die gesamte in der Spitze verbleibende Restflüssigkeit zu entfernen.
- Entfernen: Der Kolben muss im zweiten Stopp gehalten werden, während die Spitze entlang der Gefäßwand aus der Flüssigkeit gezogen wird.
Phase 4: Abschluss
- Spitzenwechsel: Die Spitze muss umgehend über den Abwurfknopf entsorgt werden, um eine Kreuzkontamination der nächsten Probe zu verhindern.
Qualitative Faktoren für maximale Genauigkeit
Für reproduzierbare Pipettierergebnisse müssen folgende physikalische und technische Aspekte beachtet werden:| Aspekt | Wichtigkeit und Empfehlung |
|---|---|
| Temperaturangleichung | Alle Komponenten (Pipette, Spitzen, Flüssigkeit) sollten idealerweise Raumtemperatur haben. |
| Vertikale Haltung | Beim Ansaugen sollte die Pipette möglichst senkrecht gehalten werden. |
| Tauchtiefe | Die Spitze sollte minimal in die Flüssigkeit eingetaucht werden (weniger als 2 mm). |
| Viskosität | Bei zähflüssigen Medien muss die Aspiration extrem langsam erfolgen. In diesem Fall ist oft das Rückwärts-Pipettieren die Methode der Wahl. |
| Pipettenspitze | Nur hochwertige, kompatible und saubere Spitzen verwenden. Defekte oder nasse Spitzen führen zu Volumenfehlern. |
Häufige Fragen zur Dosiermethodik & Kompatibilität
Beeinflusst die Spitzenkompatibilität die Genauigkeit beim Vorwärts-Pipettieren?
Absolut. Beim Vorwärts-Pipettieren (Standardmethode) ist ein luftdichter Verschluss zwischen Pipettenkonus und Spitze essenziell. Schon minimalste Undichtigkeiten führen zu einem unvollständigen Druckaufbau, wodurch das aspirierte Volumen geringer ausfällt als eingestellt. Unser Check stellt sicher, dass die mechanische Passform diese Fehlerquellen ausschließt.
Wann sollte ich Filterspitzen statt Standard-Pipettenspitzen verwenden?
Filterspitzen sollten immer dann eingesetzt werden, wenn ein Schutz vor Aerosolen und Kreuzkontamination erforderlich ist, beispielsweise in der PCR, Mikrobiologie oder beim Umgang mit radioaktiven Proben. Der integrierte Filter blockiert den Übergang von Flüssigkeiten und Dämpfen in den Pipettenschaft, was die Lebensdauer Ihrer Pipette verlängert.
Welchen Einfluss hat die Temperatur auf das Pipettiervolumen?
Die Temperaturangleichung von Pipette, Spitze und Flüssigkeit ist kritisch. Kalte Flüssigkeiten werden oft in zu hohem Volumen aufgenommen, warme Flüssigkeiten in zu geringem. Wir empfehlen, die Komponenten bei Raumtemperatur zu lagern und die Spitze durch 2- bis 3-maliges Vorbefeuchten an das Medium anzugleichen.
Warum ist eine geringe Aufsteckkraft (Mounting Force) ergonomisch wichtig?
Eine hohe Kompatibilität bedeutet, dass die Spitze bereits bei geringem Druck sicher abdichtet. Dies schont die Dichtungen der Pipette und reduziert die Belastung für das Handgelenk des Anwenders (Prävention von RSI-Syndromen). Unsere GreenTips sind speziell für ein leichtes Aufstecken und Abwerfen an der np GTS Pipette optimiert.
Wie oft sollte die Volumengenauigkeit bei Fremdkombinationen geprüft werden?
Wenn Sie nerbe plus Spitzen auf Fremdpipetten nutzen, empfehlen wir eine regelmäßige gravimetrische Prüfung (Kalibrierung) gemäß ISO 8655. Da sich Pipettenkonusse über die Zeit abnutzen können, stellt eine regelmäßige Überprüfung sicher, dass die angegebene Kompatibilität weiterhin volle Präzision liefert.
Gibt es spezielle Tipps für viskose Flüssigkeiten?
Für hochviskose Medien wie Glycerin oder Öle empfehlen wir neben der Wahl der passenden Spitze vor allem die Methode des Rückwärts-Pipettierens. Hierbei wird ein größeres Volumen angesaugt als abgegeben, um den Kapillareffekt und Wandverluste in der Spitze auszugleichen.


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